Während die ersten vier Blogbeiträge unserer 7er-Serie zum prozess-orientierten Franchise-Handbuch nach der MFH-Methode grundlegende Informationen und Basiswissen beinhalten, behandeln wir in den drei verbleibenden Beiträgen jeweils einen Erfahrungsbericht von Franchise-Gebern, die ihre Handbücher bereits nach der MFH-Methode entwickelt haben.

Das webbasierte MFH wird mit dem spezifischen Franchise-System-Know-how, das ein Franchise-Geber seinen Franchise-Nehmern zur Nutzung überlassen möchte, quasi ‚gefüllt, ergänzt und angepasst‘. Wir haben bisher vor allem auch über Vorteile gesprochen, die aus Erfahrung des Entwicklers des Modularen Franchise-Handbuches (MFH), Herrn Hans Vogel, u.a. davon ausgehend für den Kundennutzen hauptverantwortlich sind. Allen voran kann ein (zukünftiger) Franchise-Geber im Vergleich zur ‚konventionellen‘ Erstellung von Franchise-Handbüchern Zeit und Kosten sparen, wie dies bereits in vielen Kundenprojekten von Herrn Vogel in Deutschland bewiesen wurde.

Zu beachten gilt es, dass wie bei jeder webbasierten Anwendung auch SW-Spezifika zu berücksichtigen sind, die Erstellung der Handbuch-Inhalte damit auch eine Auseinandersetzung mit den SW-Tools voraussetzt. Auch die Hilfestellung dafür ist ein Teil der Beratungsleistungen von Hans Vogel, die eine reibungslose MFH-Entwicklungsarbeit gewährleisten sollen.

Keine gesetzlichen Vorgaben für Aufbau und Struktur der Know-how-Dokumentation in einem Franchise-System

Für Aufbau und Struktur eines Franchise-Handbuches gibt es keine gesetzlichen Vorgaben, auch wenn das Know-how im Franchise-Handbuch den Franchise-Vertrag spezifiziert und ergänzt. Auf die Frage, welche Handbuch-Struktur vor dem Hintergrund der Digitalisierung als zeitgerecht für das konkrete Franchise-System anzusehen ist, wurde in den Beiträgen zuvor bereits kurz eingegangen.

Erika Bernardi-Glatz: ‚Ich unterstütze seit mittlerweile mehr als 20 Jahren Franchise-Geber bei ihrer Systementwicklung, u.a. bei der Entwicklung ihres Franchise-Handbuches bzw. ihrer Franchise-Dokumentation. Gemeinsam mit dem Kunden ergänzen wir dabei sein vorhandenes Know-how um Franchise-Know-how, das für die Umsetzung des Kooperationsmodells mit selbständigen Franchise-Partnern  relevant ist. Dabei erfinden wir ‚die Welt‘ nicht neu, achten auf Synergien, standardisieren und entwickeln die Voraussetzung dafür, dass eine Multiplikation auf der Basis der parallel entwickelten Franchise-Dokumentation möglich wird. Auf diese Weise unterstütze ich auch künftig meine Kunden und achte hierbei auch weiterhin auf eine effiziente Vorgangsweise im Sinne meiner Kunden. Ergänzend bzw. alternativ erhalten interessierte Kunden in Österreich von mir, in Kooperation mit Berater Hans Vogel, auch Unterstützung bei der Entwicklung des Franchise-Handbuches nach der MFH-Methode, wenn sich diese Vorgangsweise für Kunden als vorteilhaft darstellt‘.

Erfahrungen mit dem MFH im deutschen Franchise-System McDATA

Jochen Ewald, Gründer und Geschäftsführer von McDATA, gilt als einer der ersten Kunden in Deutschland für das MFH. Er stand für ein Interview zu seinen Erfahrungen im Franchise-System McDATA gerne zur Verfügung.

Erika Bernardi-Glatz: Welche Kriterien waren ursprünglich für Ihre Entscheidung für das Modulare Franchise-Handbuch (MFH) ausschlaggebend?

Jochen Ewald: Entscheidend für die Einführung des MFH von Hans Vogel waren die Möglichkeiten, die uns als Franchise-Geber damit an die Hand gegeben wurden: eine klare und übersichtliche Strukturierung der zu vermittelnden Inhalte, die Visualisierung der notwendigen Prozesse und nicht zuletzt die Unterstützung durch Leitfäden, Checklisten und Formulare. Die Prozesse sollten den Franchise-Nehmern bei ihrer täglichen Arbeit helfen. Die Beschreibung der notwendigen Abläufe und das ‚Herunterbrechen‘ in Teilaufgaben sollten es unseren Franchise-Partnern erleichtern, das Geschäftsmodell von McDATA in die Tat umzusetzen und auch erfolgreich zu reproduzieren.

Erika Bernardi-Glatz: Welche wesentlichen Erfahrungen bei der Implementierung würden Sie heute noch herausstreichen wollen?

Jochen Ewald: Die vorgegebene MFH-Struktur hat es uns erleichtert, das Know-how von McDATA in ein Handbuch zu transformieren, das unsere Partner bei der täglichen Arbeit unterstützt. Ohne das modulare Gerüst des MFH wäre es wesentlich schwieriger und vor allem langwieriger gewesen,  die Prozesse und Abläufe zu artikulieren, zu reflektieren und zu reproduzieren.

Erika Bernardi-Glatz: Sind Sie auch aus heutiger Sicht mit Ihrer Entscheidung von vor mittlerweile rund 10 Jahren zufrieden?

Jochen Ewald: Mag das Web 4.0 auch das Erscheinungsbild geändert haben – das MFH ist und bleibt ein Kernstück unseres Geschäftserfolges. Wir haben es zwischenzeitlich in einen „virtuellen Coach“ transferiert und diese webbasierte Handbuchform steht nunmehr als ‚Coach‘ 24 Stunden für unsere Partner bereit, wird zudem regelmäßig aktualisiert und fortgeschrieben.

Vielen Dank Herr Ewald für das Interview.

McDATA ist ein deutschlandweit agierendes Franchise-Unternehmen rund um die Themen ausgelagerte Buchhaltung, laufende Lohnabrechnungen und betriebswirtschaftliche Analysen für kleine und mittlere Unternehmen. Gründer und Geschäftsführer Jochen Ewald ist Unternehmer aus Leidenschaft. Er ist insbesondere auch bei XING Nutzern als erfolgreicher Netzwerker bekannt und anerkannt.  Seit vielen Jahren leitet Jochen Ewald den Franchise-Business-Club, der es sich seit jeher zur Aufgabe gemacht hat, Franchise-Geber und Franchise-Nehmer mittels Social Recruiting zu vernetzen und alle, die sich der Franchise-Szene verbunden fühlen, auf einer Plattform zusammenzubringen.

 

Unsere beiden nächsten Blogbeiträge dieser Serie beinhalten weitere Erfahrungsberichte von Franchise-Gebern, die Ihre Franchise-Handbücher bereits nach der MFH-Methode entwickelt haben.

Etwaige Fragen zum MFH richten Sie bitte in Österreich an office@dbg.at, Franchise-Beraterin Dr. Erika Bernardi-Glatz.