Was verbirgt sich hinter der MFH-Methode zur Entwicklung und Erstellung von Franchise-Handbüchern und welchen Nutzen erkennen Franchise-Geber, die ihre Handbücher bereits nach dieser Methode erarbeitet haben? Auf diese Fragen gehen wir mit der aktuellen 7er Blogserie ein. Wie bereits im ersten Blog-Beitrag 1/7 im Juni 2016 angekündigt, kooperiert Franchise-Beratung Dr. Erika Bernardi-Glatz bei der Entwicklung und Erstellung von Franchise-Handbüchern nach der prozess-orientierten MFH-Methode seit dem Frühjahr 2016 mit Dipl.-Wirt.Ing. (FH) Hans Vogel strategie & management.

Kunden-Prozesse bestimmen die prozess-orientierte Handbuch-Struktur nach der MFH-Methode.

Hans Vogel, Entwickler des Modularen Franchise-Handbuches (MFH), zählt seit vielen Jahren zum Kreis jener Experten in Deutschland, die sich intensiv mit Fragen des Prozess-Managements und seiner laufenden Weiterentwicklung auseinandersetzen. Im Rahmen seiner MFH-Methode für Franchise-Handbücher stellt er ebenso lange die Kunden-Prozesse in einem Franchise-System, also die Kern-Prozesse zur Gewinnung, Bedienung und Bindung der Kunden, konsequent in den Mittelpunkt. Diesen ordnet er wiederum alle anderen Prozesse unter, die den Franchise-Nehmer mit Franchise-Geber-Know-how dabei unterstützen, die Kern-Prozesse auch bestmöglich umzusetzen.

Hans Vogel: ‚Ich bin der festen Überzeugung, dass die Digitalisierung eine Prozess-Orientierung voraussetzt!‘

Unter Digitalisierung versteht Hans Vogel vor allem die Vernetzung technischer Systeme in Echtzeit unter Verwendung elektronisch gespeicherter Daten. ‚Während man sich zunehmend im Franchise-Sektor mit dem Thema Digitalisierung beschäftigt, wird das Thema Prozess-Management (auch als Business Process Management/BPM bekannt) leider stark vernachlässigt. Meine langjährigen Anstrengungen in Deutschland, das Thema mit einigen Kollegen aus dem Expertenkreis ‚Prozess-Management‘ auch stärker bewusst zu machen, beginnen allerdings im Franchise-Sektor langsam zu greifen. Von mir gemeinsam mit meinen Kunden entwickelte Franchise-Handbücher folgen dem prozess-orientierten Ansatz seit je her. Ich vermeide es zudem, in Franchise-Nehmer-Handbüchern jene System-Prozesse zu beschreiben, die mit der eigentlichen Tätigkeit eines Franchise-Nehmers nichts zu tun haben. Unser aller größtes Gut ist unsere verfügbare Zeit … darauf nehme ich mit meiner Methode zur Handbuch-Entwicklung Rücksicht‘ (Hans Vogel).

Unterschiedliche Zielgruppen für Franchise-Handbücher.

Erika Bernardi-Glatz: ‚Das Franchise-(Nehmer-)Handbuch, das ergänzend zum Franchise-Vertrag dem Franchise-Nehmer als Know-how-Dokumentation überlassen wird, unterscheidet sich daher ja auch nicht selten vom sogenannten Franchise-Systemhandbuch – auch als Franchise-Geber-Leitfaden oder Franchise-Geber-Handbuch bezeichnet. Darin werden u.a. jene Prozesse mit Checklisten beschrieben, die sich beispielsweise auf die Partner-Akquisition eines Franchise-Gebers beziehen. Franchise-Nehmer werden das Know-how ihres Franchise-Gebers schließlich nicht erfolgreicher beim Kunden umsetzen können, weil sie zuerst auf vielen Seiten des Handbuches über jene Prozesse lesen ‚müssen‘, nach denen sie ursprünglich selbst gefunden und im System integriert wurden‘.

Können mit der MFH-Methode auch Kostenvorteile bei der Entwicklung und Erstellung des Franchise-(Nehmer-) Handbuches erzielt werden?

Erika Bernardi-Glatz: ‚Ich werde auch weiterhin (zukünftige) Franchise-Geber bei der Entwicklung des Handbuches nach einem vorwiegend funktions-orientierten Ansatz unterstützen – wenn dies vom Kunden so gewünscht wird. Auch hierbei werden natürlich einzelne Prozesse definiert und dokumentiert, im Sinne einer effizienten  Gestaltung der Zusammenarbeit zwischen Franchise-Geber und Franchise-Nehmer.

Alternativ biete ich nunmehr in Österreich und in Kooperation mit Hans Vogel auch Unterstützung bei der Entwicklung des Franchise-Handbuches nach der MFH-Methode. Ausgehend von meinen bisherigen Erfahrungen aus diesem Kooperationsprojekt, das ja erst seit kurzem etabliert ist, liegt einer der Vorteile darin, dass die Entwicklungskosten für den Kunden damit reduziert werden können. Letztlich hängt es aber natürlich immer vom eigenen Wissensstand des Franchise-Gebers bzw. seiner MitarbeiterInnen ab, in welchem Ausmaß externe Unterstützung bei der Handbuch-Entwicklung bzw. bei der Franchise-Systementwicklung schlechthin in Anspruch genommen wird. Ich stimme der Aussage von Herrn Vogel zu, dass der prozess-orientierte Entwicklungsansatz nicht nur im Trend der Zeit liegt, sondern die Digitalisierung auch ein Umdenken erfordert bei der Erstellung der Franchise-Know-how-Dokumentation‘.

Bitte richten Sie etwaige Anfragen in Österreich an office@dbg.at, Franchise-Beratung Dr. Erika Bernardi-Glatz.  Unsere nächsten Blogbeiträge dieser Serie beinhalten weitere Informationen zur MFH-Methode und Stellungnahmen von Franchise-Gebern, die bereits Ihre Handbücher nach dieser Methode entwickelt haben.